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Wieder sind wir im Licht des Leuchtturms
durch die Nacht gelaufen. Die Strandpromenade atmete nur
unsere Schritte und nächtliche Stille. Die Straßenlampen
schimmerten in einem hellen orange und gaben damit der
Szenerie etwas traumhaftes. So wie am Wochenende sämtliche
Spanier in dieser Stadt unterwegs waren, so ist es in der
Woche absolut ruhig und verschlafen. Damit gehörte die Stadt
uns beiden alleine.
Jeden Abend nach dem Essen laufen wir am
Meer entlang in die Altstadt. Dort genießen wir mitten in der
Fußgängerzone unseren Tee und Kaffee. Beobachten dieselben
Menschen, die stets zur gleichen Zeit an uns vorbeiziehen.
Jene Familie mit drei entzückenden Kindern, die sich zum
abendlichen Spaziergang aufgemacht hat. Die zwei jungen
Frauen, die gegen zehn Uhr ihr Geschäft schließen und
heimwärts gehen. Die beiden Polizisten, die auf ihren
nächtlichen Streifgang sind ...
Wir selbst gehören nun mittlerweile ebenfalls zur Szenerie.
Sitzen im selben Straßencafé zur selben Zeit. Für unsere
Getränke bezahlen wir mittlerweile den einheimischen Tarif.
Der Kellner lächelt schon freudig, wenn wir kommen und fragt
rhetorisch nach unseren Wünschen, die stets gleich sind: un
te con leche y café con leche.
Dann flanieren wir einmal die Hauptstraße
entlang und laufen auf der Promenade zur Kathedrale. Frischer
Wind bläst uns dabei ins Gesicht und das Meer gurgelt laut
das Lied der Flut. Von der Kathedrale dann geht es durch
menschenleere Straßen zurück zu unser Hotel. Müde und
glücklich legen wir uns in unsere Betten, knipsen das Licht
aus, denken noch einmal über den vergangenen Tag nach und
freuen uns auf den Kommenden. Als das Sandmännchen sein Werk
vollbracht hat, liegt über unserem Zimmer der Schlaf ...
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Abenddämmerung über dem Meer |
Der Leuchtturm von Chipiona bei Nacht |
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Die verschlafene Fußgängerzone
Chipionas |
Ein Orangenbaum am Wegesrand |
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